Gestatten, mein Name ist Hamster – 9. Frauli ist böse auf mich

Frauli ist ganz, ganz böse auf mich. 😯

Oh je, was hab ich getan? Ich weiß es nicht! Frauli hat fürchterlich geschimpft mit mir. 🙁

„Vier Höhlen hast du in deinem Revier, zusätzlich zu deinem Käfig, vier Höhlen“, hat sie gesagt. „Du hat die Schachtel mit Heu neben dem Kasten, du hast auf der anderen Seite eine weitere Schachtel mit Heu, du hast daneben die leere Verpackung deines Badesandes, die hab ich dir mit Küchenkrepp gefüllt und da krabbelst du besonders gerne rein. Und dann hast du noch dein altes Schlafhäuschen hinter der Nähmaschine.“ Immer lauter ist Frauli geworden. „Vier Höhlen, wer tut sich das sonst an in seinem Wohnzimmer? Und das ist dir immer noch nicht genug?“

Na ja, Frauli, wenn du so direkt fragst … 😛

„Und das Brett unter der Sofa hast du auch noch!“, hat Frauli zornig gerufen.

Ja eh! Mag ich alles. Um sich zu verkriechen kann man nie genug Plätzchen haben. 😀

Dann hat sie ihr schwarzes Kästchen ans Ohr gehalten und ihm ihr Leid geklagt.

„Da fische ich sie letztens runter vom Brett, man kommt so schlecht dazu, dann spüre was Weiches auf meinem Handrücken. Ich leuchte mit der Taschenlampe hin und sehe, dass sie mir den Stoff von der Unterseite des Sofas einige Zentimeter heruntergerissen hat und damit fröhlich im Sofa herum spaziert ist! Und ich denke mir schon eine Zeit lang, ich spüre doch was, wenn ich am Sofa sitze, das kann ich mir doch nicht einbilden! Jetzt darf sie nicht mehr frei laufen, bis ich weiß, was ich da hineinstopfen kann, damit sie nicht mehr hinauf auf’s Brett kommt. So! Stofffetzen und zerknüllte Zeitung hat sie mir regelmäßig auf den Boden geworfen, ich brauche was Besseres. Und irgendwie muss ich herausfinden, was sie alles an Fressen ins Sofa mitgenommen hat und wie ich das wieder heraus bekomme, bevor es verschimmelt oder was weiß ich.“

Idee, Frauli 💡 – lass mich hinein in meine Höhle, ich hole meinen ganzen Vorrat heraus! Versprochen!

Aber Frauli hält nichts davon. Oh je! Ich darf nicht mehr aus meinem Käfig! 😥 😥

Ich dachte du freust dich, Frauli, weil ich diese meeega große Höhle entdeckt habe! 😎 Ich habe geglaubt, du denkst dir, was hab ich doch für ein cleveres Hamsterchen. Buhu! Ich darf nicht mehr aus dem Käfig! Buhu! Buhu! 😥

 

Eingesperrt

So mittlerweile sind einige Tage und Nächte vergangen, ich musste wirklich die ganze Zeit in meinem Käfig bleiben. Ich habe Frauli meine süßesten Blicke zugeworfen, aber sie ließ sich nicht erweichen, hat immer gesagt: „Schau mich nicht so an, Billie, du kommst nicht heraus!“

Frauli war unerbittlich. 👿

Aber eines Abends hat sie meine Käfigtür doch wieder aufgemacht. Ich sause sofort wieder zu meiner Höhle, aber … aber … ich komme nicht mehr hinauf! Frauli hat ein großes Schachtelding auf das Brett gestellt und es unterhalb mit zusammen gerollten Zeitungen fixiert (Zusammen gerollte Zeitungen – das hat sie ihrem schwarzen Kästchen erzählt).

Gemein. 🙁

Und immer, wenn ich versuche, diese Zeitungen mit meinen Zähnen zu packen und herunter vom Brett zu ziehen, kommt von oberhalb des Sofas dies lange, böse Katzending, das mich seit meinem ersten Freigang immer wieder verfolgt! 👿

Aber ich gebe nicht auf. Irgendwann einmal, wenn das böse Katzending schläft, dann werde ich die Zeitungen herunterreißen, dann fällt die Schachtel auch herunter und ich kann wieder auf mein Brett und in meine Höhle.

Jawohl! Meine Höhle! Meine! 😈

 

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